
Von Zeit zu Zeit möchten wir Ihnen an dieser Stelle eine Sammlung verschiedener Quellen zu einem Thema anbieten. Dies soll Ihnen die Gelegenheit bieten, sich zu einem komplexen Thema über Hintergründe, Strömungen und aktuelle Entwicklungen umfassender zu informieren.

Am Donnerstag hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) eine Anpassung der Bedarfsrichtlinie beschlossen.
Hintergrund:
Um die Versorgung von Kindern- und
Jugendlichen zu verbessern war vom Gesetzgeber mit Stichtag zum
01.01.2009 eine Bedarfsrichtlinie beschlossen worden, nach welcher
20% der Kassensitze für solche Behandler vorzusehen sind, die
ausschließlich Kinder und Jugendliche psychotherapeutisch
versorgen. Die Kassenärztlichen Vereinigungen, welchen die
Umsetzung der Richtlinie obliegt, hatten jedoch eine große Anzahl
von "Doppel"-Approbierten der geforderten 20%-Quote zugezählt,
sofern bereits die Hälfte ihrer Patienten Kinder bzw. Jugendliche
waren, die andere Hälfte jedoch Erwachsene. Dies führte faktisch zu
einer Reduktion der eigentlich vom Gesetzgeber geforderten
Versorgung im Kinder- und Jugendbereich.
Änderung:
Mit dem neuen Beschluss dürfen nun Kinder-
und Jugendlichenpsychotherapeuten, welche über eine weitere
Approbation als Psychologische Psychotherapeuten verfügen, erst
dann der 20% Quote zugerechnet werden, wenn Sie mindestens 90%
Ihrer Tätigkeit mit Kinder und Jugendlichen arbeiten. Der Beschluss
des G-BA wird zum 01.01.2013 in Kraft treten, wenn er vom
Bundesministerium für Gesundheit (BMG) nicht beanstandet werden
sollte.
Auswirkungen:
Der Beschluß tritt erst 2013 in Kraft,
da bis dahin die Bedarfsplanung für die psychotherapeutische
Versorgung ohnehin grundlegend überarbeitet werden soll. Diese noch
anstehende Überarbeitung der Bedarfsplanung könnte, zusammen mit
dem hier gefassten Beschluss zur Bedarfsplanung im Kinder und
Jugendlichenbereich, zu einer Zunahme von Kassensitzen für Kinder-
und JugendlichenpsychotherapeutInnen führen.
Quelle: Gemeinsamer Bundesausschuss (2012): G-BA passt Regelung zur psychotherapeutischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen an. http://www.g-ba.de/institution/presse/pressemitteilungen/433/, Stand: 20.02.12.
Sie dachten, das Liebesspiel sei eine simple Sache? Dann lesen Sie wohl keine Zeitschriften, die Frauen einen Stellungswechsel zur "Elefantenkuh" oder "Mandarinente" empfehlen oder Männer mit Anmach-Tipps versorgen. Erst dann wird einem bewusst, wie öde das eigene Sexleben wirklich ist.
Lesen Sie den vollständigen Artikel auf Spiegel Online.
Quelle: Burmester, Silke (2012): Sex-Ratschläge in Magazinen - Entdecken Sie Ihre scharfen Seiten. http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,815253,00.html, Stand: 17.02.12.
Der Gesundheitsreport Bayern des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) stellt regelmäßig Eckdaten zur gesundheitlichen Situation der Menschen in Bayern vor. Die letzte Ausgabe (1/2011) thematisiert die psychische Gesundheit der bayerischen Bevölkerung.
Der Gesundheitsbericht berücksichtigt aktuelle epidemiologische Studien zur psychischen Gesundheit und liefert einen kompakten Überblick über die Datenlage. Auch für Bayern gilt eine Lebenszeitprävalenz von 50 Prozent für psychische Störungen. Auch bei Kindern und Jugendlichen sind hohe Raten an psychischen Beeinträchtigungen zu finden.
Die Relevanz psychischer Störungen zeigt sich auch in der ambulanten Versorgung. Insgesamt wies im Jahr 2008 zwischen einem Viertel und einem Drittel der gesetzlich Versicherten eine F-Diagnose auf (Frauen 36 Prozent, Männer 25 Prozent). Mit zunehmendem Lebensalter spielen dabei die Depressionen eine immer größere Rolle. Ausdrücklich wird im Bericht darauf verwiesen, dass in der epidemiologischen Forschung die Frage, ob die psychischen Störungen in der Bevölkerung zunehmen oder ob man es lediglich mit einer Zunahme der dokumentierten Behandlungsfälle zu tun hat, nicht geklärt ist.
Aktuelle europaweite Studien kommen zur Aussage, eine generelle Zunahme sei nicht zu finden. Allgemein anerkannt sei allerdings, so der Gesundheitsreport, dass die psychischen Belastungen in der Arbeitswelt zugenommen haben und häufig zu psychischen Erkrankungen beitragen.
Das Thema Burn-out ist in aller Munde und aus den Medien in den letzten Monaten nicht mehr wegzudenken. Dabei ist bis heute noch keine verbindliche Definition für das oft geschilderte Syndrom gefunden und die Frage wird diskutiert, ob es das Burn-out-Syndrom überhaupt gibt. Ungeachtet dessen werden bereits eine Vielzahl von Therapien angeboten. Wir haben Ihnen im eine Auswahl aktueller Veröffentlichungen zum Thema zusammengestellt.
Psychische Erkrankungen: Modewort „Burn-out“ zu unpräzise
Vor einem inflationären Gebrauch des Modewortes „Burn-out“ hat die Stiftung Deutsche Depressionshilfe gewarnt.
Lesen Sie den vollständigen Artikel auf aerzteblatt.de.
Quelle: Hillienhof, Arne (2011): Psychische Erkrankungen: Modewort „Burn-out“ zu unpräzise. http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=heft&id=112917, Stand: 13.12.11.
Burn-out, die deutsche Spezialität
Der Name klingt zwar international, aber außerhalb Deutschlands ist das Krankheitsbild Burn-out wenig bekannt.
Lesen Sie den vollständigen Artikel auf Zeit Online.
Quelle: Albrecht, Harro (2011): Erschöpfungsdepression - Burn-out, die deutsche Spezialität. http://www.zeit.de/2011/49/Burnout-International, Stand: 13.12.11.
Modediagnose Burn-out
Hintergrund: Das Burn-out-Syndrom bildet die Grundlage zahlreicher Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen und ist damit ein wichtiger gesundheitsökonomischer Faktor. Hinsichtlich seiner wissenschaftlichen Begründung, Klassifikation, Diagnostik und Therapie besteht erheblicher Forschungsbedarf.
Lesen Sie den vollständigen Artikel auf aerzteblatt.de.
Quelle: Kaschka, Wolfgang P./Korczak,Dieter/Broich, Karl (2011): Modediagnose Burn-out. http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=113220, Stand: 13.12.11.
Gefühlte Epidemie
Das Etikett Burn-out dient heute vielen als sozial akzeptierte Entschuldigung für Raubbau an den eigenen Kräften.
Lesen Sie den vollständigen Artikel auf Zeit Online.
Quelle: Pawelzik, Markus (2011): Psychologie - Gefühlte Epidemie. http://www.zeit.de/2011/49/M-Burnout-Kontra, Stand: 13.11.12.
Das lukrative Geschäft mit dem Burn-out-Syndrom
Burn-out, so scheint es, ist in Deutschland ganz groß in Mode: Das vermeintliche Volksleiden hat mittlerweile eine Vielzahl von dubiosen Therapien hervorgebracht.
Lesen Sie den vollständigen Artikel auf Welt Online.
Quelle: Finkenzeller, Karin (2011): Das lukrative Geschäft mit dem Burn-out-Syndrom. http://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article13763047/Das-lukrative-Geschaeft-mit-dem-Burn-out-Syndrom.html, Stand: 13.12.11.
Gut verdienen mit Burn-out
Burn-out gilt als "Volkskrankheit". Eine ganze Industrie verdient an der Prophylaxe. Ob Luxusklinik oder Einzelcoaching – die Arbeitsbedingungen ändert es nicht.
Lesen Sie den vollständigen Artikel auf Zeit Online.
Quelle: Prengel, Haiko: Erschöpfungsdepression - Gut verdienen mit Burn-out. http://www.zeit.de/karriere/beruf/2011-11/besuch-burnout-luxusklinik, Stand: 13.12.11.
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Auf dem 19. Deutscher Psychotherapeutentag in Offenbach hat Bundesgesundheitsminister Bahr angekündigt, dass bis zum Ende der Legislaturperiode eine Reform der Psychotherapeutenausbildung erfolgen soll.
Lesen Sie den vollständigen Artikel auf der Webseite der BundesPsychotherapeutenKammer.
Quelle: BundesPsychotherapeutenKammer: 19. Deutscher Psychotherapeutentag in Offenbach - Kein Praxisaufkauf bis 2013 - Ausbildungsreform kommt. http://www.bptk.de/aktuell/einzelseite/artikel/19-deutsche-1.html, Stand: 21.11.11.
Bei Verhaltensauffälligkeit Ihres Kindes fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker: Über das Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsyndrom ADHS gehen die Meinungen weit auseinander. Für die einen ist es eine Epidemie, für andere frei erfunden. Doch amerikanische Kinderärzte empfehlen: Schon Vierjährige sollen Pillen schlucken.
Lesen Sie den vollständigen Artikel auf süddeutsche.de.
Quelle: sueddeutsche.de GmbH / Süddeutsche Zeitung GmbH: Kinder und ADHS - Ritalin für Vierjährige. http://www.sueddeutsche.de/wissen/hyperaktivitaetsyndrom-adhs-ritalin-fuer-vierjaehrige-1.1172284, Stand: 25.10.11.
Gesundheitsminister Markus Söder (CSU) will Bayern auf den demografischen Wandel vorbereiten.
Lesen Sie den vollständigen Artikel auf aerzteblatt.de.
Quelle: Bundesärztekammer (Arbeitsgemeinschaft der deutschen Ärztekammern) und Kassenärztliche Bundesvereinigung: Söder will Gesundheitssystem zukunftsfest machen. http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/47759/Soeder_will_Gesundheitssystem_zukunftsfest_machen.htm, Stand: 21.10.11.
Eine Pille für den Zappelphilipp: Verhaltensauffälligkeiten beim Nachwuchs werden immer häufiger mit Medikamenten behandelt. Doch nicht nur die Zahlen der Psychopharamaka-Verordnungen sind alarmierend - Kinder und Jugendliche bekommen auch zunehmend Tabletten verschrieben, die eigentlich gar nicht für ihre Altersklasse gedacht sind.
Lesen Sie den vollständigen Artikel auf süddeutsche.de.
Quelle: sueddeutsche.de GmbH / Süddeutsche Zeitung GmbH: Immer mehr Kinder bekommen Psychopharmaka. http://www.sueddeutsche.de/leben/studie-zu-medikamentenverbrauch-immer-mehr-kinder-bekommen-psychopharmaka-1.1168830, Stand: 21.10.11.
Psychisch erkrankte Menschen warten in der Regel drei Monate, bis sie ein erstes Gespräch mit einem Therapeuten führen können. Weitere drei Monate dauert es, bis sie behandelt werden. Unbeirrt durch die aktuellen Zahlen sprechen die Krankenkassen nach wie vor von einer Überversorgung im psychotherapeutischen Bereich und planen Kassensitze stillzulegen (>> siehe auch den Beitrag PTK Bayern lehnt Forderung des GKV-Spitzenverbandes nach Aufkauf und Stilllegung tausender Praxen entschieden ab).
Qulle: Zweites Deutsches Fernsehen: Frontal21 - Zu wenig Hilfe für psychisch Kranke. http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1401136/Zu-wenig-Hilfe-fuer-psychisch-Kranke#/beitrag/video/1401136/Zu-wenig-Hilfe-fuer-psychisch-Kranke, Stand: 23.08.11.
Sehen Sie dazu auch das ausführliche Interview mit dem Präsidenten der Bundespsychotherapeutenkammer, Prof. Rainer Richter: "Jeder Tag mehr ist ein Tag zuviel".
Quelle: Zweites Deutsches Fernsehen: Frontal21 - "Jeder Tag mehr ist ein Tag zu viel". http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1399758/Jeder-Tag-mehr-ist-ein-Tag-zu-viel#/beitrag/video/1399758/Jeder-Tag-mehr-ist-ein-Tag-zu-viel, Stand: 23.08.11.
Im folgenden finden Sie einige interessante Artikel zum Thema Schlaf- und Traumforschung.
Schlafforschung - Wie Träume unser Bewustsein formen
Lange verachtete die Wissenschaft die Träume. Jetzt erkennt sie deren Wert: Im Traum legen wir das Fundament unseres Bewusstseins.
Lesen Sie den vollständigen Artikel auf Zeit Online.
Quelle: ZEIT ONLINE: Unser Nachtleben. http://www.zeit.de/2011/32/Traeume-Wissenschaft, Stand: 08.08.11.
Schlafforschung - Die Dramaturgie der Nacht
Im Schlaf räumt das Gehirn auf und festigt Erinnerungen.Schlafforscher erkunden, warum wir dabei so wirres Zeug träumen.
Lesen Sie den vollständigen Artikel auf Zeit Online.
Quelle: ZEIT ONLINE: Die Dramaturgie der Nacht. http://www.zeit.de/zeit-wissen/2011/03/Dossier-Schlafen-Dramaturgie, Stand: 08.08.11.
Schlaftherapie - Happy End für Albträume
Freier Fall, Tod und Verfolgung: Manche Menschen haben Nacht für Nacht Albträume. In einer Therapie lernen Betroffene, die Regie für die Horrortrips zu übernehmen.
Lesen Sie den vollständigen Artikel auf Zeit Online.
Quelle: ZEIT ONLINE: Happy End für Alpträume. http://www.zeit.de/2011/32/Traumsteuerung, Stand: 08.08.11.
Traumforschung - "Sex? Eher selten"
Ursula Voss untersucht den Stoff der Träume und was er über uns sagt. Träume seien keine zufälligen Nervengewitter, sondern kreative Denkprozesse, sagt die Psychologin.
Lesen Sie den vollständigen Artikel auf Zeit Online.
Quelle: ZEIT ONLINE: "Sex? Ehr selten". http://www.zeit.de/2011/32/Traeume-Interview-Titel, Stand: 08.08.11.
Die Zahlen sind alarmierend: 2010 landeten über doppelt so viele Menschen wegen Depressionen im Krankenhaus wie zehn Jahre zuvor. Das zeigt ein neuer Report der größten Krankenkasse Barmer GEK. Oft kann den Leidenden nicht wirklich geholfen werden - die Rückfallquote ist enorm hoch.
Lesen Sie den vollständigen Artikel auf Spiegel Online.
Zur Fotostrecke der Ergebisse des Barmer GEK.Krankenhaus-Reports gelangen Sie direkt hier.
Quelle: DER SPIEGEL: Klinikaufenthalte - Zahl der Depressionskranken steigt dramatisch. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,776666,00.html, Stand: 27.07.11.
Im Auftrag des GKV-Spitzenverbandes hat das Wirtschaftsforschungs- und Beratungsunternehmen Prognos AG letzte Woche ein Gutachten zum Abbau der regionalen Ungleichverteilung in der vertragsärztlichen Versorgung veröffentlicht. Um dieses Ziel zu erreichen, fordern die Prognos-Wissenschaftler, dass die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) die als überzählig erscheinenden Sitze aufkaufen, wenn die Psychotherapeut/inn/en und Ärzt/innen/e in Ruhestand gehen. Das insgesamte Investitionsvolumen der KVen läge bundesweit bei rund 1,5 Milliarden Euro. Auf die nächsten fünf Jahre verteilt, entspräche das einem Anteil von unter einem Prozent des jährlichen Honorarvolumens. „Wir sind fassungslos, was die Kassen hier fordern“, kritisiert Kammerpräsident Dr. Nikolaus Melcop. „Dem Gutachten zufolge sollten rund 3.500 psychotherapeutische Praxen in Deutschland geschlossen werden, um die vermeintliche Überversorgung in bestimmten Regionen abzubauen, viele davon auch in Bayern. Den Patienten, die im Schnitt ein halbes Jahr auf einen Behandlungsplatz warten müssen, ist ein derartiges Konstrukt nicht zumutbar. Tatsächlich gibt es im Bereich der Psychotherapie eine gravierende Unterversorgung.“
Obwohl die Prognos-Experten bei der Erstellung ihres Gutachtens die Schwächen der derzeit gültigen Bedarfsplanungs-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), die für 14 Facharztgruppen und zehn Regionstypen die „Allgemeinen Verhältniszahlen“ (Einwohner je Psychotherapeut/Arzt) definiert, einräumen, wenden sie dennoch deren Modalitäten zur Ermittlung der Unter- und Überversorgung an. So heißt es in dem Gutachten wörtlich: „Auf der Basis der derzeit gültigen ambulanten Bedarfsplanung lässt sich bislang nur in vereinzelten Regionen eine lokale Unterversorgung attestieren.“ Würde der Maßstab nach der heutigen Bedarfsplanung angelegt, nach dem ein Planungsbereich ab einem Versorgungsgrad von 110 % als überversorgt gilt, könnten – so das Gutachten – nahezu 12.000 Psychotherapeuten/Ärzte aus der vertragsärztlichen Versorgung ausscheiden, ohne dass die Versorgung der Patienten beeinträchtigt wäre.
Aufgeschlüsselt nach Facharztgruppen konstatiert das Gutachten, dass die Zahl der potenziell aufkaufbaren Praxen bei den ärztlichen und psychologischen Psychotherapeuten und den fachärztlich tätigen Internisten am größten sei. Danach könnten mit einer Altersgrenze von 65 Jahren und einem akzeptierten Versorgungsgrad von 130 % bei den Psychotherapeut/inn/en exakt 3.524 Praxen aufgekauft werden. Bei den Psychotherapeut/inn/en träfen zwei Phänomene aufeinander: Zum einen sei der Anteil älterer Psychotherapeut/inn/en vergleichsweise hoch. Zum anderen liege der Versorgungsgrad in vielen Regionen weit über 130 %. Der Aufkauf psychotherapeutischer Praxen durch die KVen biete daher die Chance, die regionale Ungleichverteilung zu reduzieren und neue Niederlassungen in den weniger gut versorgten Regionen zu fördern.
Würde das Gutachten Realität – der GKV-Spitzenverband forderte Ende letzter Woche zusätzlich, den Aufkauf von Praxen gesetzlich zu verankern – so hätte das in Bayern vor allem in den Kernstädten und den normalverdichteten Kreisen verheerende Auswirkungen. Der Mittelwert aller Planungsbereiche in Bayern liegt derzeit bei 190,54%. Nur die Planungsbereiche Fürth Stadt, Ingolstadt Stadt, Kulmbach und Miltenberg haben einen Versorgungsgrad von unter 110 %, gelten also nach der derzeitigen Betrachtungsweise als „nicht überversorgt“. Der Aufkauf von Praxen soll nach dem Modell des Gutachtens dabei nur in überversorgten Planungsbereichen erfolgen.
„Fakt ist, dass es in Bayern deutlich zu wenige psychotherapeutische Behandlungsplätze gibt. Das müssten die Kassen doch wissen, da sie täglich von ihren Versicherten danach gefragt werden“, wundert sich Melcop. „Die Verschlechterung der Versorgung psychisch kranker Menschen kann nur verhindert werden, wenn der allgemeine bedarfsgerechte Versorgungsgrad für die Psychotherapeut/inn/en zum Stand 31.12.2011 neu ermittelt wird“, fordert der Kammerpräsident. „Die Umsetzung des Prognos-Gutachtens der Kassen würde zu einer abermaligen deutlichen Verschlechterung der psychotherapeutischen Versorgung führen, in Bayern wie in ganz Deutschland. Die Patienten müssten noch länger auf ihre Behandlung warten, was zur Chronifizierung ihrer Erkrankungen führt. Die Folgekosten müssten wir alle tragen, was die Volkswirtschaft stärker belastet als die möglichst zügige Aufnahme einer psychotherapeutischen Behandlung.“
Quelle: Bayerische Landeskammer der Psychologischen Psychotherapeuten und der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten: PTK Bayern lehnt Forderung des GKV-Spitzenverbandes nach Aufkauf und Stilllegung tausender Praxen entschieden ab. http://www.ptk-bayern.de/ptk/web.nsf/id/li_prognos_gutachten.html, Stand: 12.07.11.
Sind wir nicht alle ein bisschen irre? Ein neuer Diagnosekatalog für die Psychiatrie entscheidet über die Grenzen der Normalität. Doch die Bibel der Seelenklempner steht unter dem Verdacht, auch erfundene Krankheiten zu enthalten. Kritiker warnen vor der "totalen Medikalisierung des Normalen".
Lesen Sie den vollständigen Artikel auf süddeutsche.de.
Quelle: sueddeutsche.de GmbH / Süddeutsche Zeitung GmbH: Das Buch des Wahnsinns. http://www.sueddeutsche.de/wissen/psychiatrie-das-buch-des-wahnsinns-1.1118134, Stand: 11.07.11.
Wie Esoterik-Hotlines leichtgläubige Menschen arm machen können - Dr. Max spricht mit einem Geist.
Diesen Podcast können Sie hier ansehen.
Quelle: ZEIT ONLINE: Dr. Max: Geister am Telefon. http://video.zeit.de/video/998235309001#autoplay, Stand: 07.07.11.
Früher waren Anorexie-Patientinnen im Alter von zwölf bis 14 Jahren die Ausnahme - heute sind sie die Regel. Und die Krankheitsverläufe sind bei ihnen oft besonders schwer und langwierig.
Lesen Sie den vollständigen Artikel auf süddeutsche.de.
Quelle: sueddeutsche.de GmbH / Süddeutsche Zeitung GmbH: Immer mehr Kinder sind magersüchtig. http://www.sueddeutsche.de/wissen/psychische-stoerung-immer-mehr-kinder-sind-magersuechtig-1.1109783, Stand: 12.07.11.
A study links life-changing religious experiences, like being born again, with atrophy in the hippocampus.
Lesen Sie den vollständigen Artikel auf Scientific American.
Quelle: Scientific American Inc.: Religious Experiences Shrink Part of the Brain. http://www.scientificamerican.com/article.cfm?id=religious-experiences-shrink-part-of-brain, Stand: 21.06.11.
Das geplante GKV-Versorgungsgesetz verschärft die Unterversorgung psychisch kranker Menschen. Psychisch Kranke warten bereits jetzt monatelang auf eine psychotherapeutische Behandlung. Im Entwurf fehlen innovative Elemente, die es ermöglichen, die medizinische Versorgung an den steigenden Anteil psychischer Erkrankungen anzupassen“, kritisiert Prof. Dr. Rainer Richter, Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK), den Arbeitsentwurf des Bundesgesundheitsministeriums. „Psychisch Kranke brauchen dringend eine schnellere Versorgung mit psychotherapeutischen Behandlungsplätzen in ihrer Nähe.“
Lesen Sie den vollständigen Artikel auf der Webseite der BundesPsychotherapeutenKammer.
Quelle: BundesPsychotherapeutenKammer: GKV-Versorgungsgesetz verschärft Unterversorgung psychisch Kranker - Praxissitze nach Bedarf und Morbidität festlegen. http://www.bptk.de/aktuell/einzelseite/artikel/gkv-versorgu.html, Stand: 31.05.11.
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages beschloss in seiner Sitzung am 25. Mai 2011, eine Petition zur Verbesserung des Datenschutzes privat krankenversicherter Personen auszuarbeiten. Diese wird dem Bundesfinanzministerium, dem Bundesgesundheitsministerium, dem Bundesinnenministerium sowie dem Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Peter Schaar, übergeben und den Bundestagsfraktionen zur Kenntnis weitergeleitet. Die PTK Bayern hat sich für einen verbesserten Schutz der Patientendaten privat Versicherter schon seit Jahren eingesetzt.
Derzeit geben private Krankenversicherungen (PKV) bei der Abrechnung psychotherapeutischer Leistungen persönliche Daten des Versicherten an Sachbearbeiter der Versicherungen weiter, obwohl dies für die Zwecke der Abrechnung nicht erforderlich ist. Der Petitionsausschuss kritisierte diese Vorgehensweise und stellte fest, dass es hierbei um psychotherapeutische Gutachten oder Berichte gehe, „die in der Regel besonders sensible, personenbezogene Daten enthalten.“ Es gebe, so der Ausschuss weiter, „im Bereich der privaten Krankenversicherung keine dem Gutachterverfahren der gesetzlichen Krankenversicherung vergleichbare Rechtsnorm.“Das auf Basis des Datenschutzrechtes im Jahr 1993 zwischen der Versicherungswirtschaft und den Datenschutzbehörden der Länder vereinbarte Verfahren sieht lediglich vor, dass Behandlungs- und Befundberichte dem beratenden Arzt der Versicherung, nicht jedoch den Sachbearbeiter/inn/en zugeschickt werden sollten. Die Abgeordneten des Petitionsausschusses fordern daher eine Regelung, die dem Gutachterverfahren der gesetzlichen Krankenversicherung entspricht – auch vor dem Hintergrund des gleichen Schutzes hoch sensibler, personenbezogener Daten im öffentlichen wie im nicht-öffentlichen Bereich.
Quelle: Bayerische Landeskammer der Psychologischen Psychotherapeuten und der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten: Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages fordert mehr Datenschutz bei privaten Krankenversicherungen. http://www.ptk-bayern.de/ptk/web.nsf/id/li_petition_pkv.html, Stand: 27.05.11.
Sie ist die oberste Kämpferin des Bundes gegen sexuellen Missbrauch: Ein Jahr lang hat sich die frühere Familienministerin Christine Bergmann mit dem Leid der Opfer beschäftigt, nun hat sie ihren Abschlussbericht vorgelegt. Den betroffenen Institutionen, darunter die katholische Kirche, dürften ihre Forderungen nicht gefallen.
Lesen Sie den vollständigen Artikel auf süddeutsche.de.
Quelle: sueddeutsche.de GmbH / Süddeutsche Zeitung GmbH: Abschlussbericht zu Kindesmissbrauch - Ein unangenehmer Appell. http://www.sueddeutsche.de/politik/abschlussbericht-zu-kindesmissbrauch-ein-unangenehmer-appell-1.1101065, Stand: 25.05.11.
Der Stil in Schulen, Internaten und Heimen muss sich ändern. Hin zu mehr Vertrauen, Nähe – und gleichzeitig klaren Grenzen, sagt der Entwicklungspsychologe Heinz Kindler.
Lesen Sie den vollständigen Artikel auf Zeit Online.
Quelle: ZEIT ONLINE: Missbrauch an Schulen - Missbrauch wird nur bekannt, wenn Kinder Vertrauen haben. http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2011-05/kindler-missbrauch-jugend-praevention/seite-1, Stand: 25.05.11.
Am 23.05.11 konstituierte sich der Beratende Fachausschuss Psychotherapie der Kassenärztlichen Bundevereinigung (KBV) in der neuen Wahlperiode. Dieter Best, Bundesvorsitzender der Deutschen PsychotherapeutenVereinigung (DPtV) und Mitglied der Vertreterversammlung der KBV wurde zum Vorsitzenden des BFA Psychotherapie gewählt. Er übt sein Amt alternierend mit der ärztlichen Psychotherapeutin Dr. Christa Schaff aus. Dipl.- Psych. Dieter Best ist als Psychologischer Psychotherapeut und Kinder-und Jugendlichen Psychotherapeut in Ludwigshafen niedergelassen.
Der Vorstand der AVM beglückwünscht Herrn Best zur Wahl zum neuen Vorsitzenden des BFA Psychotherapie.
Quelle: DeutschePsychotherapeutenVereinigung: Dieter Best neuer Vorsitzender des BFA Psychotherapie der KBV. http://www.deutschepsychotherapeutenvereinigung.de/index.php?id=50&no_cache=1&tx_ttnews%5btt_news%5d=1222&tx_ttnews%5bbackPid%5d=30, Stand: 25.05.11.
Am 13. Mai 2011 hat die deutsche Psychotherapeutenschaft zum dritten Mal den Diotima-Ehrenpreis verliehen. Der diesjährige Preisträger ist die Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer e.V. (BAfF). Die BAfF wurde für ihre herausragenden Versorgungsleistungen von Flüchtlingen und Folteropfern geehrt. Der Preis wurde im Rahmen des 18. Deutschen Psychotherapeutentages bei einer Festveranstaltung übergeben.
Lesen Sie den gesamten Artikel auf der Website des BundesPsychotherapeutenKammer.
Quelle: BundesPsychotherapeutenKammer: Diotima-Ehrenpreis 2011 an psychosoziale Zentren für Folteropfer - Staatsministerin Böhmer würdigt die Verdienste der Preisträger. http://www.bptk.de/aktuell/einzelseite/artikel/diotima-ehre-3.html, Stand: 23.05.11.
Die Kammer hat in Kontakten mit dem zuständigen Bayerischen Finanzministerium erreicht, dass die Bayerische Beihilfeverordnung (BayBhV) nun eine Pseudonymisierung der Patientendaten im Gutachterverfahren vorsieht. Im Rahmen der am 1.4.2011 in Kraft getretenen Novelle der Verordnung wurden auch die Regelungen über die Anzahl der genehmigungsfähigen Therapiesitzungen im Wesentlichen den Vorschriften in der Gesetzlichen Krankenversicherung angepasst. In der Verhaltenstherapie besteht allerdings auch weiterhin die Möglichkeit, 10 Sitzungen Einzelbehandlung bzw. 20 Sitzungen Gruppenbehandlung ohne vorheriges Gutachterverfahren durchzuführen. Bei analytischer Psychotherapie gilt für probatorische Sitzungen nicht mehr die Höchstzahl von 5 Sitzungen, sondern es sind hier nun bis zu 8 probatorische Sitzungen möglich.
Die Regelungen zur Psychotherapie in der Beihilfeverordnung wurden im Rahmen der Novellierung umfassend überarbeitet. Die Neuregelung zur Pseudonymisierung der Patientendaten im Gutachterverfahren in § 9 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 BayBhV führt dazu, dass durch eine ähnliche Gestaltung wie im Gutachterverfahren bei gesetzlich Krankenversicherten jetzt auch im Bericht der Psychotherapeutin / des Psychotherapeuten an den Gutachter in der Beihilfe nicht mehr wie bisher der Name des Patienten anzugeben sein wird. Die Umstellung auf die entsprechend angepassten Formblätter soll nach Auskunft des Ministeriums in Kürze abgeschlossen sein.
Die neu gefassten Vorschriften zur Psychotherapie in der Beihilfe in Bayern enthalten durch eine Angleichung an die Regelungen der Gesetzlichen Krankenversicherung auch eine Veränderung der Anzahl der genehmigungsfähigen Sitzungen in den einzelnen Genehmigungsschritten. Gemäß den §§ 11 und 12 der BayBhV stellen sich die neuen Sitzungskontingente grundsätzlich wie folgt dar:
Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie von Erwachsenen:
|
Einzelbehandlung |
Gruppenbehandlung |
|
| Regelfall |
50 Sitzungen |
40 Sitzungen |
| besondere Fälle |
weitere 30 Sitzungen |
weitere 20 Sitzungen |
| wird das Behandlungsziel nicht innerhalb der genannten Sitzungen erreicht |
höchstens weitere |
höchstens weitere |
Analytische Psychotherapie von Erwachsenen:
|
Einzelbehandlung |
Gruppenbehandlung |
|
| Regelfall |
80 Sitzungen |
40 Sitzungen |
| bei erneuter eingehender Begründung des Therapeuten |
weitere 80 Sitzungen |
weitere 40 Sitzungen |
| in besonderen Ausnahmefällen |
nochmals weitere |
nochmals weitere |
| wird das Behandlungsziel nicht innerhalb der genannten Sitzungen erreicht |
weitere begrenzte |
weitere begrenzte |
Tiefenpsychologisch fundierte oder analytische Psychotherapie von Kindern:
|
Einzelbehandlung |
Gruppenbehandlung |
|
| Regelfall |
70 Sitzungen |
40 Sitzungen |
| bei erneuter eingehender Begründung des Therapeuten |
weitere 50 Sitzungen |
weitere 20 Sitzungen |
| in besonderen Ausnahmefällen |
nochmals weitere |
nochmals weitere |
| wird das Behandlungsziel nicht innerhalb der genannten Sitzungen erreicht |
weitere begrenzte |
weitere begrenzte |
Tiefenpsychologisch fundierte oder analytische Psychotherapie von Jugendlichen:
|
Einzelbehandlung |
Gruppenbehandlung |
|
| Regelfall |
90 Sitzungen |
40 Sitzungen |
| bei erneuter eingehender Begründung des Therapeuten |
weitere 50 Sitzungen |
weitere 20 Sitzungen |
| in besonderen Ausnahmefällen |
nochmals weitere |
nochmals weitere |
| wird das Behandlungsziel nicht innerhalb der genannten Sitzungen erreicht |
weitere begrenzte |
weitere begrenzte |
Verhaltenstherapie bei Erwachsenen:
|
Einzelbehandlung |
Gruppenbehandlung |
|
| Regelfall |
45 Sitzungen |
45 Sitzungen |
|
wird das Behandlungsziel nicht |
weitere 15 Sitzungen |
weitere 15 Sitzungen |
| nur in besonders begründeten Ausnahmefällen |
weitere 20 Sitzungen |
weitere 20 Sitzungen |
Verhaltenstherapie bei Kindern und Jugendlichen einschließlich notwendiger begleitender Behandlung von Bezugspersonen:
|
Einzelbehandlung |
Gruppenbehandlung |
|
| Regelfall |
45 Sitzungen |
45 Sitzungen |
|
wird das Behandlungsziel nicht |
weitere 15 Sitzungen |
weitere 15 Sitzungen |
| nur in besonders begründeten Ausnahmefällen |
weitere 20 Sitzungen |
weitere 20 Sitzungen |
In der Verhaltenstherapie besteht auch weiterhin die Möglichkeit, 10 Sitzungen Einzelbehandlung bzw. 20 Sitzungen Gruppenbehandlung ohne vorheriges Gutachterverfahren durchzuführen.
§ 12 Abs. 2 BayBhV regelt hierzu:1Von dem Anerkennungsverfahren nach § 9 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 ist abzusehen, wenn der Festsetzungsstelle nach den probatorischen Sitzungen die Feststellung der Therapeutin bzw. des Therapeuten vorgelegt wird, dass die Behandlung bei Einzelbehandlung nicht mehr als zehn Sitzungen sowie bei Gruppenbehandlung nicht mehr als 20 Sitzungen erfordert. 2Muss in besonders begründeten Ausnahmefällen die Behandlung über die festgestellte Zahl dieser Sitzungen hinaus verlängert werden, ist die Festsetzungsstelle hiervon unverzüglich zu unterrichten. 3Aufwendungen für weitere Sitzungen sind nur nach vorheriger Anerkennung durch die Festsetzungsstelle auf Grund der Stellungnahme durch ein vertrauensärztliches Gutachten zur Notwendigkeit und zu Art und Umfang der Behandlung beihilfefähig; § 9 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 gilt entsprechend.
Die neuen Vorschriften der BayBhV finden Sie im Einzelnen hier: http://www.gesetze-bayern.de/jportal/portal/page/bsbayprod.psml?doc.id=jlr-BhVBYrahmen&showdoccase=1¶mfromHL=true#focuspoint.
Quelle: Bayerische Landeskammer der Psychologischen Psychotherapeuten und der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten: Novellierung der Bayerischen Beihilfeverordnung: Verbesserung des Datenschutzes und Änderung der Stundenkontingente. http://www.ptk-bayern.de/ptk/web.nsf/id/li_novellierung_bhv.html, Stand: 25.05.11
Der 18. Deutsche Psychotherapeutentag hat den bisherigen Vorstand der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) erneut für vier Jahre in seinem Amt bestätigt. Die deutsche Psychotherapeutenschaft entschied sich damit für Kompetenz und Kontinuität in der Berufspolitik. Alter und neuer Präsident ist Prof. Dr. Rainer Richter. „Unser Ziel ist eine bessere Versorgung psychisch kranker Menschen. Mit einer Reform der Bedarfsplanung haben wir die Chance, monatelange Wartezeiten auf einen psychotherapeutischen Behandlungsplatz zu verkürzen“, erklärt BPtK-Präsident Richter. „Wie bereits in der letzten Amtsperiode werden wir uns zudem für eine Reform der Psychotherapeutenausbildung einsetzen. Das deutsche Gesundheitssystem braucht qualifizierte Psychotherapeuten. Wir sind daher überzeugt, dass wir gemeinsam mit der Bundes- und Landespolitik Wege finden werden, das heute erreichte hohe Qualifikationsniveau weiter zu sichern und für angehende Psychotherapeuten angemessene Ausbildungsbedingungen zu schaffen.“ Als Vizepräsidenten wurden Monika Konitzer und Dr. Dietrich Munz und als Beisitzer Andrea Mrazek, M.A., M.S., und Peter Lehndorfer wiedergewählt.
Herzlichen Glückwunsch seitens des Vorstands der AVM zur Wiederwahl des Bundesvorstands.
Quelle: BundesPsychotherapeutenKammer: Vorstand der Bundespsychotherapeutenkammer gewählt - 18. Deutscher Psychotherapeutentag setzt auf Kompetenz und Kontinuität. http://www.bptk.de/aktuell/einzelseite/artikel/vorstand-der.html, Stand: 25.05.11
Vor allem in den USA wird Sexsucht zunehmend als Massenleiden angesehen, das therapiert werden muss wie Alkoholismus. Auch in Deutschland gründen sich Selbsthilfegruppen. Doch Psychologen sehen darin eine von konservativen Moralaposteln erfundene Krankheit.
Lesen Sie den vollständigen Arikel finden Sie auf Spiegel Online.
Quelle: DER SPIEGEL: Psychologie - Schlacht am Venushügel. http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,761097,00.html, Stand: 25.05.11.
Der Tätigkeitsbericht der BPtK für die Amtsperiode 2007-2011 steht nun zum Download auf den Seiten der BPtK bereit.
Sie können dieser hier direkt downloaden.
Die ambulante psychotherapeutische Behandlung von Suchtkranken war bisher im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) durch die Psychotherapie-Richtlinie erschwert, da prinzipiell eine Psychotherapie erst nach vorangegangener Entgiftungsbehandlung, das heißt im Stadium der Entwöhnung unter Abstinenz genehmigungsfähig war. Diese Vorgabe wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) am 14. April 2011 modifiziert.
Die neue Regelung erlaubt die Aufnahme einer ambulanten Psychotherapie zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung unter bestimmten Bedingungen auch dann, wenn keine Suchtmittelfreiheit vorliegt. Die Ausnahmeregelung gilt, wenn bereits Schritte unternommen wurden, die eine baldige Abstinenz herbeiführen, und wenn die Suchtmittelfreiheit bis zum Ende von maximal zehn Behandlungsstunden erreicht werden kann.
Diese Regelung erweitert den Handlungsspielraum niedergelassener Psychotherapeut/inn/en und verbessert die psychotherapeutische Versorgung von Suchtpatienten. Als bedauerlich kann gesehen werden, dass das verbesserte Therapieangebot dadurch beeinträchtigt wird, dass der Nachweis der Abstinenz durch Laborwerte belegt werden muss. Dies erfordert hohen bürokratischen Aufwand, gilt als umstrittene Maßnahme und verursacht zusätzliche Kosten.
Alle Informationen zu diesem Thema sind auf der Homepage des G-BA zu finden.
Quelle: Bayerische Landeskammer der Psychologischen Psychotherapeuten und der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten: Änderung der Psychotherapie-Richtlinie: Ambulante Psychotherapie bei Suchterkrankungen künftig ausnahmsweise auch ohne Abstinenz möglich. http://www.ptk-bayern.de/ptk/web.nsf/id/li_gba_pt_richtlinie_sucht.html, Stand: 25.05.11.